Geburtsbericht von Eva-Maria, Hösbach [23.04.2020]

Anfang des Jahres 2020 habe ich eine alte Bekannte neu kennen gelernt. Als ich über eine Sozialmediaplattform darüber informiert wurde, dass sie schwanger war, setzte ich mich mit ihr in Verbindung und hielt mit ihr einen wundervollen Kontakt. Ich unterstützte sie auf mentaler Ebene und gab ihr Tipps zur Ernährung, Geburtsvorbereitung und für die Geburt mit. Als diese liebe Bekannte mir nach der Geburt sagte, dass sie dank mir eine wirklich wunderschöne Geburt erlebte, wurde dies zu meinem Schlüsselerlebnis. Von da an war mir klar, ich wollte weiteren Paaren eine wunderschöne, sanfte und natürliche Geburt ermöglichen. Genug um den heißen Brei geschrieben, jetzt folgt ihr Geburtsbericht für euch. ♡


"Ich hatte um 8 Uhr routinemäßig einen Frauenarzttermin. Ich verspürte schon seit Tagen öfter mal leichte Wehen, dachte mir aber nichts dabei. Ich war noch eine Woche vor ET und fühlte mich, bis auf die Wassereinlagerungen, echt fit. Ich bekam genug Schlaf und fühlte mich recht wohl. An dem besagten Termin wurde ich an das CTG angeschlossen, auf dem dann alle 5 bis 10 Minuten schon erhebliche Wehen zu sehen waren. Diese habe ich aber nur als leichtes Unterleibsziehen wahrgenommen - wie bei einer Periode. Danach wurde ich vaginal untersucht und die Ärztin führte eine Eipollung durch, leider ohne mein Einverständnis und ohne Vorwarnung. Sie meinte aber noch "bis nächste Woche", also war ich total locker. Kaum aus der Praxis draußen, wurden die Wehen intensiver. Wir waren jetzt ca bei allen 10 Minuten. Mein Mann hohlte mich vor der Praxis ab und wir fuhren nach Hause. Gegen Mittag gingen wir spazieren, kamen aber nicht weit, da ich einen immer intensiver werdenden Druck nach unten verspürte. Ich veratmete die Wehen, war total entspannt und hatte es irgendwie schon im Gefühl, dass ich wohl bald Mama sein werde. Wir verbrachten den Tag ruhig vor dem TV, unterhielten uns über meine Wünsche und Sorgen, ich kochte das Abendessen, wir haben dann gegen 18 Uhr gegessen und ich spürte wie die Wehen stärker und in kürzeren Abständen kamen. Mein Mann machte noch Witze und glaubte mir nicht, dass es bald los gehen würde, da ich so entspannt war und es keine Anzeichen außer der Wehen gab.Wir dachten es wären Senkwehen. Ich saß auf dem Petziball und musste ständig auf Toilette, bis ich auf einmal Durchfall bekam. Ich sagte zu meinem Mann: "Ich glaube es geht los. Der Körper bereitet sich vor." - es war 21:00 Uhr. Die Wehen waren bei allen 3 bis 4 Minuten. Ich ging nochmal duschen, nach mir ging mein Mann unter die Dusche und ich veratmete die Wehen entspannt. Dank Vanessa, die mir vorher immer Tipps gegeben hatte, war ich die Ruhe in Person und wusste ich werde eine schmerzfreie, schöne Geburt haben. Gegen 22:30 Uhr fuhren wir in Richtung unserer Wunschklinik. Auf dem Weg dort hin hatten wir nur rote Ampeln und dann auch noch 2 mal einen Schwertasproter vor uns der uns den Weg kreuzte, weshalb wir auch noch Umwege fahren mussten. In der Wunschklinik angekommen, hatte ich das Gefühl die Schwestern dachten, dass es noch nicht so arg weit voran geschritten war, da ich noch sehr entspannt war und Witze machte. Daraufhin wurde ich untersucht, mir wurde ein Zugang gelegt und Blut abgenommen. (Was mich eigentlich extrem nervte, da die Ärztin kaum eine Ader fand wegen der Wassereinlagerungen.) Ich wurde an dem CTG angeschlossen, wo die Wehen bei allen 2 Minuten waren. Wir kamen gegen 24:00 Uhr auf unser Familienzimmer wo mich eine Hebamme untersuchte. Der Muttermund war 4 cm geöffnet und mein Mann legte sich noch etwas hin und schlief. Bei mir war an schlafen nicht zu denken. Ich lief die ganze Zeit durchs Zimmer und veratmete meine Wehen und genoss die letzten Stunden als Schwangere. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt starke Schmerzen oder Angst. Gegen 3:00 Uhr kam die Hebamme um noch einmal ein CTG zu schrieben. Ich konnte aber nicht liegen und musste die ganze Zeit wenigstens stehen und veratmetete fleißig und entspannt meine Wehen. Es war gegen 4:30 Uhr als der Druck nach unten immer stärker wurde. Die Hebamme untersuchte mich erneut. Der Muttermund war nun 6 cm geöffnet. Gegen 5:00 Uhr gingen wir in den Geburtsraum wo ich erstmal überfordert war, weil ich nicht wusste, wie ich mich legen soll bzw. wie ich Entbinden will. Ich entschied mich erstmal für den Vierfüßlerstand und veratmete meine Wehen ganz tief und entspannt - es war ein magisches Gefühl. Gegen 6:30 Uhr drehte ich mich auf den Rücken, wo ich untersucht wurde. Die Hebamme sagte: "Wow, die kleine liegt schon gut tief" und sie meinte sie kann das Köpfchen schon sehen. Es hatte viele dunkle Haare. Ich war so emotional, dass ich weinen musste. Auf einmal machte es "plobb" und ich dachte ich hätte pipi gemacht, woraufhin die Hebamme sagte sie habe die Fruchtblase geöffnet. (da leider das Fruchtwasser grün war. Sie sagten mir das ein Glück erst ein paar Stunden später, sonst wäre ich sicherlich nicht mehr so entspannt gewesen.) Immer an meiner Seite, mein Mann, der mich aber nicht anfassen durfte. Er durfte mir Wasser und Waschlappen reichen - es war schon sehr warm im Geburtsraum. Gegen 7:00 Uhr fand der Hebammenwechsel statt und die liebe Dame kam und ermutigte mich nach unten zu atmen, tief in den Bauch. Um 7:33 Uhr war unsre kleine Maus dann auch schon da, gesund und munter. Sie bekam eine Windel an und wir kuschelten. Kurze Zeit später kam dann auch schon die Plazenta und ich wurde genäht, was ich als sehr unangenehm empfand. Die schwester untersuchte unsere Prinzessin und gab sie dem stolzen Vater in den Arm. Wir kuschelten noch ca bis 8:30 Uhr und kamen dann auf unser Zimmer, wo wir erstmal gefrühstückt haben und unsere Prinzessin angeschaut haben."

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